Geschrieben von Sebastian Fjeld am 29. November 2024

Was bringt digitale Barrierefreiheit überhaupt? Die Fakten schwarz auf weiß – Teil 2

Accessibility

Im ersten Teil unseres Blogartikels haben wir uns intensiv mit den Grundlagen und den ersten Erkenntnissen der Capterra-Studie zur digitalen Barrierefreiheit auseinandergesetzt. Dabei wurde deutlich: Barrierefreiheit ist nicht nur ein ethisches Muss, sondern auch ein echter Erfolgsfaktor für Unternehmen. Jetzt, in Teil 2, tauchen wir noch tiefer ein. Die Studie liefert neue, spannende Erkenntnisse darüber, wie Unternehmen in Deutschland Barrierefreiheit umsetzen, welche Hürden sie dabei bewältigen müssen und welche Rolle moderne Technologien wie Künstliche Intelligenz spielen.

Warum das für euch wichtig ist? Weil Barrierefreiheit nicht nur eine Verpflichtung durch den European Accessibility Act ab 2025 ist, sondern auch eine Chance, eure Zielgruppe zu erweitern, euren Umsatz zu steigern und gleichzeitig ein starkes Signal für Inklusion zu setzen. Also: Lasst uns gemeinsam herausfinden, was es braucht, um den digitalen Raum wirklich für alle zugänglich zu machen!

Wie steht es um Barrierefreiheit in Deutschland?

Laut der Studie bieten 79 % der deutschen Unternehmen bereits barrierefreie Funktionen auf ihren Websites an – ein bemerkenswert hoher Wert im internationalen Vergleich. Doch was heißt das konkret? Die meistgenutzten Funktionen sind:

  • Anpassbare Schriftgrößen (50 %)

  • Untertitel und Transkripte für Videos (49 %)

  • Tastaturnavigation und Screenreader-Kompatibilität (jeweils 40 %)

  • Kontrastanpassungen (39 %)

Diese Funktionen sind entscheidend, um Menschen mit Behinderungen den Zugang zu Informationen und Dienstleistungen zu ermöglichen. Dennoch bleibt viel Luft nach oben: Nur 33 % der Unternehmen bieten Alt-Texte für Bilder an, was die Nutzung von Screenreadern erheblich erschwert.

Barrierefreiheit ist auch wirtschaftlich sinnvoll

Barrierefreiheit hat nicht nur einen gesellschaftlichen, sondern auch einen wirtschaftlichen Wert. Laut der Capterra-Studie:

  • 68 % der Unternehmen verzeichnen mehr Website-Besucher*innen nach der Implementierung barrierefreier Features.

  • 57 % berichten von gesteigerten Umsätzen, da sie mehr Menschen erreichen können.

Das zeigt klar: Investitionen in Barrierefreiheit lohnen sich. Unternehmen, die hier aktiv werden, erschließen nicht nur neue Zielgruppen, sondern stärken auch ihr Markenimage.

KI als Helfer bei der Umsetzung

Ein spannender Aspekt der Studie ist die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI). 47 % der Unternehmen, die an der Studie teilgenommen haben, setzen KI ein, um Barrierefreiheitsfunktionen umzusetzen. KI-gestützte Technologien helfen unter anderem bei der automatischen Erstellung von Untertiteln, der Generierung von Alt-Tags oder der Optimierung von Navigationselementen. Das macht die Umsetzung schneller und effizienter – ein klarer Vorteil für Unternehmen, die sich noch in der Umstellungsphase befinden.

Der European Accessibility Act als Antrieb

Der European Accessibility Act (EAA), der 2025 in Kraft tritt, ist für viele Unternehmen ein zusätzlicher Treiber. Doch laut der Studie sind nur 36 % der deutschen Unternehmen vollständig auf die Anforderungen des EAA vorbereitet. Weitere 42 % arbeiten daran, während 14 % noch keine Pläne haben, sich den neuen Vorgaben anzupassen. Für die Unternehmen, die noch unentschlossen sind, ist es höchste Zeit, aktiv zu werden – nicht nur, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden, sondern auch, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Die größten Herausforderungen

Trotz der vielen Vorteile bleibt der Weg zur Barrierefreiheit steinig. Die Hauptprobleme laut der Capterra-Studie:

  • Technische Hürden, insbesondere bei älteren Websites, die modernisiert werden müssen.

  • Mangelndes Bewusstsein über die Bedürfnisse von Nutzer*innen mit Behinderungen.

  • Kosten- und Zeitaufwand, der oft überschätzt wird.

Wie Eye-Able® Unternehmen unterstützen kann

Mit unserer Technologie helfen wir Unternehmen, Barrierefreiheit einfach und effizient umzusetzen. Unsere Lösungen, wie anpassbare Benutzeroberflächen, Screenreader-Optimierungen oder automatisierte Kontrastanpassungen, nehmen Unternehmen die technischen Hürden ab. Außerdem arbeiten wir daran, das Bewusstsein für digitale Inklusion zu stärken – denn alle sollten das Internet ohne Einschränkungen nutzen können.
Ihr wollt Barrierefreiheit auf euren Websites umsetzen? Schaut euch gerne unsere Lösungen und Tools an und vereinbart ein unabhängiges Beratungsgespräch!

Zu unserer Website

Jetzt die Zukunft gestalten – barrierefrei und inklusiv

Barrierefreiheit ist keine Option, die man irgendwann umsetzt, wenn Zeit bleibt. Sie ist ein entscheidender Hebel, um eure Website zukunftssicher, nutzerfreundlich und gesetzeskonform zu gestalten. Die Ergebnisse der Capterra-Studie zeigen klar, dass Unternehmen, die jetzt aktiv werden, nicht nur Barrieren abbauen, sondern auch neue Türen öffnen – für Millionen potenzieller Nutzerinnen und Kundinnen.

Wir bei Eye-Able® verstehen die Herausforderungen, die mit Barrierefreiheit einhergehen. Gleichzeitig wissen wir aber auch, wie groß die Chancen sind. Mit unseren Tools könnt ihr die Hürden der Umsetzung überwinden und den ersten Schritt in eine barrierefreie Zukunft gehen – ganz ohne unnötigen Aufwand.

Also, worauf wartet ihr noch? Gemeinsam schaffen wir eine digitale Welt, die niemanden ausschließt. Seid ein Teil davon und zeigt, dass Inklusion nicht nur ein Wort, sondern euer Versprechen ist.

Für alle Details der Capterra-Studie schaut hier vorbei: Capterra-Studie zur Barrierefreiheit. Wir freuen uns, euch auf diesem Weg zu begleiten!

Sebastian Fjeld

Sebastian Fjeld gehört als professioneller Sprecher und Texter von Anfang an zum Eye-Able®-Team. Er hat "voice acting" an einer Universität studiert und wurde von Schauspielern ausgebildet. Derzeit absolviert er eine Ausbildung zum Dolmetscher für verschiedene Sprachen.
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