Der Weg zu einer inklusiveren digitalen Welt schreitet voran. Ab Januar 2026 wird die neue AGID-Plattform auf der AGID-Website verfügbar sein.

Wie wir in unserem Beitrag vom 22. Mai 2025 erläutert haben Aktualisierung: AGID hat eine öffentliche Konsultation zu den neuen Leitlinien für Barrierefreiheit eröffnet, die gemäß Gesetzesdekret 82/2022 zur Umsetzung des Europäischen Barrierefreiheitsgesetzes (EAA) entwickelt wurden.

Ziel ist es, Unternehmen, die digitale Produkte und Dienstleistungen anbieten, dabei zu unterstützen, die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten und ihre Websites für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen. Die Richtlinien sind besonders wichtig, da sie direkt von AGID, der zuständigen nationalen Aufsichtsbehörde, stammen.

Ein zentraler Bestandteil des Überwachungsprozesses von AGID wird die neue Plattform sein, deren Start – ursprünglich für Juni 2025 geplant – nun auf Ende des Jahres verschoben wurde. Die Plattform wird Folgendes ermöglichen:

• Beschwerden von Bürgern über Barrierefreiheit sammeln
• Sicherstellen, dass Unternehmen die gesetzlichen Bestimmungen einhalten

Dieses System kommt nicht nur Nutzern und Institutionen, sondern auch Unternehmen zugute, da es die Erfüllung ihrer Compliance-Pflichten vereinfacht. Über die Plattform können Unternehmen Folgendes einreichen:

• Fälle von Abweichungen, einschließlich Details und geplanter Korrekturen
• Fälle, in denen die Anforderungen eine unverhältnismäßige Belastung darstellen oder erhebliche Änderungen erfordern.

AGID hat außerdem einige wichtige Punkte klargestellt:

Barrierefreiheit sollte WCAG 2.1 folgen, mit der Empfehlung, mit der Entwicklung für WCAG 2.2 zu beginnen.
Barrierefreiheitsmanager Organisationen können eine/n Beauftragte/n für Barrierefreiheit ernennen.
Barrierefreiheit durch Design Barrierefreiheit sollte von Beginn an in jedes neue digitale Projekt integriert werden.
Lieferantenverträge müssen explizit Zugänglichkeitsanforderungen und Tests mit Hilfstechnologien enthalten.

AGID wird außerdem eine Checkliste auf Basis von WCAG 2.1 bereitstellen.

Doch was bedeutet digitale Barrierefreiheit konkret für AGID?
Es ist nicht nur eine rechtliche Verpflichtung – es ist ein Weg, Inklusion zu fördern und den Alltag von Menschen mit Behinderungen zu verbessern und gleichzeitig Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen zu schaffen.

AGID hat diese Botschaft durch verschiedene Initiativen bekräftigt, darunter die Teilnahme am GAAD (Global Accessibility Awareness Day) und die jüngsten Aussagen des Generaldirektors Mario Nobile, der ankündigte, dass die neue Plattform bis Ende des Jahres verfügbar sein wird. Sie wird Nutzerberichte sammeln, eine interne Überprüfung auslösen und – falls erforderlich – je nach Schwere des Problems und Unternehmensgröße zu finanziellen Sanktionen führen.

Neben Sanktionen spielt auch ein kultureller Aspekt eine Rolle: Barrierefreie digitale Dienste führen zu besseren Nutzererlebnissen und mehr Geschäftsmöglichkeiten. AGID hat rund 80 Millionen Euro aus dem PNRR-Fonds bereitgestellt, damit öffentliche Einrichtungen ihre digitalen Dienste verbessern und Assistenztechnologien einführen können.

Die Botschaft ist klar: Barrierefreiheit ist nicht nur eine Pflicht – sie ist die Zukunft.
Und Eye-Able ist hier, um Sie bei jedem Schritt zu unterstützen.

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